Gerecht geht anders !!!

Sozialer Abstieg

Dieser Meinung muss man eigentlich sein, wenn man nicht zu den gutbetuchten Damen und Herren gehört, für die die Regierung alles tut, damit es auch so bleibt. Und dieser Meinung bin nicht nur ich, sondern auch Gewerkschaften, Parteien, Innitiativen und auch immer mehr Bürger. Doch wenn man mehr und mehr liest, was die deutsche Regierung plant, umsetzt und dann auch noch auf Rückhalt und Unterstützung wartet, fragt man sich, ob man wach ist oder träumt.

Kopfpauschale, Rente mit 67, immer schlechter werdende Bedingungen für Leiharbeiter, menschenunwürdiges Leben, eine lachhafte Erhöhung des Hartz IV-Satzes, kein Wort über den Mindestlohn - die Pläne und Vorstellungen der deutschen Bundesregierung haben nichts mehr mit Gerechtigkeit oder Demokratie zu tun, sondern ist mehr denn je eine Farce sondergleichen, in der selbst vor der Missachtung der Menschenrechte und des Bundesgerichtshofs nicht halt gemacht wird. Wir sind auf bestem Wege zurück ins Mittelalter. Einem Mittelalter der Moderne, wo es nur reich und arm gibt und die Reichen über die Armen herrschen. Schon genügend Existenzen sind gefährdet, zerstört, zu Fall gebracht. Genügend Städte und Kommunen müssen unter den Schulden der Bundesregierung leiden, können ihren Verpflichtungen gegenüber dem Volk nicht nachkommen. Jugendliche „hängen“ auf den Strassen rum, aber wo sollen sie denn auch noch hin, wenn alle Freizeiteinrichtungen geschlossen werden müssen? Von der beruflichen Zukunft will ich gar nicht reden, denn die Perspektiven sind gleich Null. In den Supermärkten wird immer mehr geklaut – nicht Alkohol, sondern Lebensmittel. Schon genügend alte Leute haben nicht einmal genug zum Leben. Kranke werden ihr Geld brauchen, um zum Arzt gehen zu können. Nur wovon sollen sie dann noch leben? Die Armen werden immer ärmer, während die Mittelschicht auf Grund eines fehlenden Mindestlohngesetzes der Sklaverei zum Opfer fällt.

„Schwarz-Gelb gibt den einen immer mehr - und nimmt den anderen die Würde. Dagegen werden, dagegen müssen wir uns wehren. In den Betrieben und in den Verwaltungen, auf den Straßen und Plätzen des Landes. Gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften im DGB bereitet ver.di für diesen Herbst Aktionswochen vor. Denn wir sind überzeugt: Gerecht geht anders.“

a.d.Gewerkschaftszeitung Ver.di-Publik, Ausgabe 06.07

Es wird Zeit, dass wir was tun – doch was? Schon lange geht mir gegen den Strich, was die Regierung und die Konzerne mit uns machen - und auch ich habe es viel zu lange hingenommen. Was soll denn ein einzelner auch tun? Genau Das sagen sich viel zu viele, auch ich habe es getan. Dreht man das Ganze doch mal um: Was können viele Einzelne tun? Eine ganze Menge – davon bin ich überzeugt. Auch ich bin nur ein Tropfen auf den heißen Stein, der aber dringend vom Regen gekühlt werden muss. Mittlerweile gibt es genügend Möglichkeiten, um aufzuzeigen, dass man sich nicht mehr unterbuttern lässt. Sei es durch Demos, das tragen eines T-shirts, Unterschriftenaktionen, oder so wie ich, einfach indem man aufmerksam macht und aufklärt. Und jeder sollte etwas tun und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg halten, wenn er der Meinung ist: Gerecht geht anders !!!