Eine Hommage an Hunde

Der Hund und du - das beste Team

Für die einen sind Hunde Aufpasser, für die Anderen Wegbegleiter und für noch Andere sind sie einfach nur ein lebendiges Kuscheltier zum schmusen. Aber Hunde sind weitaus mehr als das. Hunde sind auch nur bessere Menschen - zumindest sollte man sie so behandeln.

Hunde sind nicht nur treuer, intelligenter, schneller, beweglicher oder verschmuster als Menschen, sie kommen untereinander auch viel besser zurecht als wir Menschen es oftmals tun. Hunde werden oft missverstanden, bzw. gar nicht verstanden. Aber auch nur, weil die Menschen denken, dass Hunde nicht kommunizieren können. Aber nur weil sie nicht reden, heißt das noch lange nicht, das sie sich nicht verständigen. Das tun sie sogar weitaus besser als Menschen. Und die Menschen, die dann meinen, dass sie die Hunde verstehen würden, tun es auf menschliche Art. Nur verständigen sich Primaten und Hunde auf unterschiedlichste Weise. Im Gegensatz zu den meisten Menschen, die ihre Hunde nicht verstehen, verstehen Hunde wiederum so ziemlich jedes Wort ihres Frauchens oder Herrchens; allein, weil sie auf ihren Tonfall hören. Und anstatt von Sprache benutzen sie Körpersignale, um untereinander zu „sprechen“. Übrigens ist diese Verständigungsart gar nicht so schwer und auch jeder Mensch kann sie erlernen und anweden, wenn er nur etwas aufmerksam ist - so zum Beispiel die Beschwichtigungssignale. Jeder Hund kennt diese Signale und versteht sie, auch wenn sie von Menschen ausgesendet werden. Aber auch über die Beschwichtigungssignale heraus kommunizieren sie viel öfter mit ihrem Hund als sie denken. So ist im Gegensatz ein lautes anschreien völlig fehl am Platze, da der Hund natürlich nicht weiß, was ihr sagt, aber ihr tut es sehr laut. Was tut ihr also für den Hund? Ihr bellt!! Und jetzt überlegt mal, was passiert, wenn ein Hund bellt. Bei logischem Hinterfragen merkt man schnell, dass man beim Hund gar nicht das bewirken kann und wird, was man dann eigentlich möchte.

Aber Hunde verständigen sich nicht nur viel einfacher und effektiver als Menschen, sondern sind auch viel intelligenter. So ist ein Hund zum Beispiel nicht nur in der Lage Kommandos wie „sitz“, „platz“ oder „lauf“ zu beherrschen, sondern weitaus mehr. Unsere Dackeldame Gibsy beherrscht(e – ist schon in Rente) 76 Kommandos, welche sie jeweils ca. 2000 mal hören musste, bevor sie sie wirklich verinnerlicht hat. Genau wie bei uns Menschen. Wir lesen etwas, merken es uns und schon bald ist es wieder weg. Lesen wir es nochmals, merken wir es uns länger usw. Hunde haben aber nicht nur ein Klasse Gedächtnis, sondern, wie mittlerweile bewiesen, auch analytisches Denkvermögen. So ist es für Hunde nicht nur möglich Formen zu erkennen und diese mit Gegenständen zu legen, sondern diese Formen auch farblich abzustimmen. Außerdem kann man mit „positiver Bestärkung“ feinste Feinarbeit mit Hunden leisten, so beim „Obedience“ - Gehorsam in Perfektion. Bei dieser Hundesportart geht es z.B. darum, dem Hund in Millimeterarbeit zu zeigen, wie er neben einem sitzen soll. Beherrscht ein Hund so ein Kommando, könnte man mit Maßband und Geodreieck immer wieder nachmessen - und immer wieder würde man zum gleichen Ergebnis kommen. Und Hunde sollen dumm sein? Das Sprichwort „dummer Hund“ muss wohl noch einmal überdacht werden.

Dann wären da noch die Klischees der „Kampfhunde“. Kampfhunde sind immer böse - wenn sie scharf gemacht sind, richtig. An sonsten sind auch diese Tiere ganz lieb und nicht anders zu behandeln als andere Hunde. Wenn es jedoch um Rassen geht, die immer wieder mal austicken, Menschen anfallen und wirklich aggressiv sind, dann sind zumeist einzig und allein wir Menschen daran Schuld. Ich rede dabei um Rassen wie zum Beispiel die Rottweiler. Wären die nicht so verzüchtet, würde es auch keine Probleme mit ihnen geben. Nicht die Hunde sind Schuld, sondern wieder einmal wir Menschen.Und wer lässt ein paar Wochen altes Kind mit einem Hund allein in einem Raum? Das ist menschliches Versagen, nicht mehr.

Ich könnte jetzt noch stundenlang so weitermachen und immer wieder zu dem selben Schluss kommen: Das Problem ist nicht der Hund, sondern der Mensch. Wollen wir unsere Hunde erziehen, sollten wir erst einmal uns erziehen. Stattdessen aber sollten wir mit ihnen zusammenarbeiten. Der Hund bekommt von uns sein Futter, seine Leckerchen, Streicheleinheiten und wir spielen mit ihm. Was glaubt ihr, würde euer Hund alles dafür tun, um das wieder gut zu machen und unser bester Freund zu sein? Nicht ihr seid das Herrchen und der Vierbeiner euer Hund … Nein. Ihr müsst ein Team sein, in dem jeder für jeden einstehen würde. Dann habt ihr eine perfekte Basis um ein super Team zu werden und euer Hund wird auch gerne Sitz machen, wenn ihr das möchtet.

Dies alles konnte ich jetzt übrigens nur schreiben, weil ich den besten Hundetrainer der Welt habe - meine Frau.