Ein kleiner Zoo, der mir half, zu überleben

Gibsy

Fotoalbum unserer Meute

GibsyGibsy war eine zwölf Jahre alte Dackelmix-Dame von Claudia, mit ganz viel Jack Russel, ein bisschen hier von und ein bisschen da von. Sie war unheimlich süß und gleichzeitig so unproportional, dass man sagen könnte, der Kopf passt nicht zum Körper. Gibsy war ein kleines Kraftpaket, unheimlich gelehrig und ein Workoholic. Und obwohl sie die Älteste war, war sie immer noch der durchgeknallteste Hund von allen. Man hätte sogar meinen können, sie sei ein kleiner Welpe, der einfach keine Ruhe gibt, wenn sie nicht schon so grau um die Schnauze gewesen wäre. 2012 hatten wir schon ein bisschen Angst um sie gehabt. Es war die Phase, als sie ganz erblindete, was natürlich die Hölle für so einen aktiven Hund ist. Mit der Zeit arrangierte sie sich aber gut damit und das wir umzogen, kam auch ihr zu gute, denn von da an konnte sie Claudia wieder auf Schritt und Tritt folgen, weil wir von da an im Erdgeschoss wohnten.

Geweckt werden wollte Madame nicht vor Zehn Uhr und raus gehen erst recht nicht. Diesen Fehler habe ich ein mal gemacht (morgens um sechs!). Sie guckte mich den ganzen Tag nicht an, oder besser: Nur noch mit dem Hintern. Und sie war ein Gourmeggle. Die Bratenreste mit Soße, Gemüse und Kartoffeln wurden nicht heruntergeschlungen. Das gehörte sich nicht. Es wurde erst etwas an der Kartoffel geknabbert, dann ein bisschen Soße geleckt, dann ein bisschen Möhre mit Fleisch... Wenn sie gekonnt hätte, hätte sie sogar mit Messer und Gabel gefressen. Und vom Boden nahm sie erst recht nichts, denn vom Boden isst man nicht.

Gibsy war unsere Gouvernante, sorgte für Zucht und Ordnung. So hatte sie nicht nur die Erziehung von Goofy übernommen und mir gezeigt, wie ich es tun und mich verhalten muss, sie zeigte jedem Hund wo es lang ging, was sie dürfen und was nicht. Ich bin Gibsy sehr dankbar, denn sie hat mir viel über die Hundeerziehung beigebracht, sie war schon fast mein Lehrer. Wenn ich mal nicht weiter wusste, habe ich einfach geschaut, was Gibsy macht und das war einfach immer richtig. Stellte man ihr einen vollen Teller mit Grillfleisch vor die Nase hätte sie es nie gefressen. Dann war es ihr Job aufzupassen, dass da keiner ran geht. Auch sie selbst nicht. Und wer dann nicht hören wollte, bekam auch mal Backenfutter. Auch die vollen Einkaufstüten konnte man ganz beruhigt erst noch stehen lassen. Denn Gibsy setzte sich sofort davor und passte schon auf, dass keine Nase in der Tüte landete, die da nicht hingehörte.

Gibsy war für alle da, die sie brauchten. Hatte Sarah Halsschmerzen, legte sie Tage lang den Kopf über ihren Hals, hatte Claudia Rückenschmerzen, schmiegte sie sich an den Rücken, und als ich so stark gezuckt habe, hatte sie sich über die Beine gelegt. Sie musste hunderte blaue Flecken gehabt haben. Über mehrere Wochen hinweg zog sie sich ein Tritt nach dem Anderen zu. Ein Problem hatte Gibsy, wenn es allen nicht gut ging, dann wusste sie immer gar nicht, wo sie am meisten gebraucht wurde.

Topstory: Claudia ging mir ihr spazieren. Da Claudia aber die Tage davor keine Leckerchen dabei hatte (sonst gab es doch auch immer eins) nahm sie sich selbst welche mit. Sie stopfte sich also die Backen voll Futter und dann kam der große Auftritt: Als Claudia sagte „Feine Gibsy“ und nichts kam, leerte Gibsy das Maul, fraß ein Leckerchen und stopfte den Rest wieder in die Backen zurück. Gibsy live...

Im Sommer 2013 haben wir unsere Maus schweren Herzens einschläfern lassen.

Leila

LeilaEigentlich wollte Claudia keinen neuen Hund nach Gibsy. Wir hatte Goofy und Pünktchen und Claudia meinte, das reiche. Nur wusste ich, dass Claudia ohne Hund nur ein halber Mensch ist und diese Meinung nicht definitiv sein kann. Trotzdem kamen wir dann zu Leila, wie die Jungfrau zum Kind. Claudia war grad mal wieder auf der Suche nach einer geeigneten und bezahlbaren Wohnung für Sarah, die derzeit den Entschluss gefasst hatte, auszuziehen, als die ebay-Kleinanzeigen meinten "das könnte sie auch interessieren". Da lachte Leila meine Frau an und um die war es sofort geschehen: Ein Dackelmix, kein Welpe, längeres Fell und einfach abzugeben. Erst skeptisch, ob doch einen neuen Hund, redete ich ihr nicht wirklich lange zu und ein paar Tage später fuhr Claudia Leila besuchen. Und die wich nicht mehr von ihrer Seite. Drei oder vier Tage später war unsere Familie wieder um ein Familienmitglied größer und meine Frau war wieder vollständig.

Anfangs war Leila ein einziges Nervenbündel, von allem eingeschüchtert und hatte vor allem Angst. Sie schnappte, wenn man sie unbemerkt, am Hinterteil oder den Pfoten berührte, ging auf alles los, womit man ihr zu nahe kam und auf Männer, besonders Fremde, war sie generell nicht so gut zu sprechen. Eines Abends tropften wir ihr Flohzeugs in den Nacken, worauf hin sie erst einmal zitternd und Zähne klappernd in die Zimmerecke verschwand und auch erst eine Stunde später langsam wieder zu uns kam. Dieser Hund hatte einiges durch und die vorherigen Halter hatten wohl ... einiges falsch gemacht. Wir ließen uns aber trotzdem auf das Projekt Leila ein, denn anders als bei Nico sahen wir bei Leila Hoffnung, da dieses Verhalten anerzogen und auch das Schnappen nicht wirklich ernst gemeint war. Es ist mehr ein Schutzmechanismus und demnach ging das Schnappen auch immer nur in die Luft, so dass wir schnell merkten, dass sie es nicht wirklich böse meinte.

Das Rudel hier bei uns ist mittlerweile gut zusammengewachsen. Pünktchen hat Leila wie jeden anderen Hund gut unter Kontrolle, die Möpse sind eigentlich recht uninteressant. Goofy und Leila geben zusammen ein tolles Pärchen ab und sind sich meistens auch einig. Besonders spannend war es zu beobachten, wie Goofy ihr immer mehr zeigte, dass sie hier vor nichts Angst zu haben braucht und immer die Ruhe weg hatte. Am Anfang hat sie ihn ständig dominiert, nach ihm geschnappt und er durfte ihr, wie alle anderen, nicht unerwartet zu Nahe kommen. Doch Goofy war Anfangs genau so ängstlich wie Leila und verstand sie nur zu gut. Und so war er der geduldigste Hund, den man sich wünschen konnte. Er übte ständig mit ihr, so wie Gibsy es damals mit ihm getan hatte. Wir sind echt stolz auf ihn.

Mit viel Liebe, Ruhe und Geduld ist Leila mittlerweile ein sehr sozialer und toller Hund geworden. Hin und wieder fällt sie noch in ihr altes Muster, doch auch diese Phasen werden immer kürzer und weniger Schlimm als am Anfang. Sie lernt aber auch sehr schnell und ist sowieso hoch intelligent. Leila ist super anhänglich und würde uns schon jetzt bis aufs Blut verteidigen. Mit Goofy gibt sie ein traumhaftes Pärchen ab. Die beiden toben mittlerweile ständig durch die Wohnung und kuscheln auch schon immer häufiger. Und draußen, da sind sich die beiden sowieso einig. Was Leila hasst, sind geschlossene Türen. Besonders, wenn einer dahinter ist. Denn bei Leila muss wohl auch ein Teil Schäferhund sein. Und nur ein komplettes Rudel ist ein gutes Rudel.

Goofy

GoofyGoofy ist ein spanischer Podenco. Er wurde in Spanien auf der Straße mit gebrochenem Kiefer, zig Kugeln im Körper und einem gebrochenem Rückrat aufgelesen; völlig ausgemergelt und ungepflegt. Als unsere Freundin mit Goofy bei uns war, war nicht nur uns, sondern viel mehr Gibsy sofort klar, dass der in unsere Familie gehört. Wir schliefen im Garten und Abends, als Goofy weg war, saß sie trotz Gewitter, Sturm und Regen (nichts hasst sie mehr) immer noch vor der Pforte und wartete. Und Goofy wollte nicht wieder ins Auto. Gibsy sah in ihm die perfekte Ablösung, um nicht mehr auf mich aufpassen zu müssen.

Anfangs war Goofy der Schisser in Person. Er hatte vor einfach allem Angst, resultierend aus seiner Vergangenheit. Aber war es ihm zu verdenken? Er war der typische, spanische Jagdhund, der aber nicht zur Jagd taugte und den man einfach verwahrlosen ließ und dann den Gnadenschuss gab. Mittlerweile aber hat er sich bei uns eingelebt und vertraut uns auch. Er ist eigentlich mehr ein Kuscheltier - ein Kampfschmuser; ein sehr tollpatschiger Kampfschmuser. Den ganzen Tag bei mir liegen und gekrault werden, das ist seine Welt.

Goofy ist eine Marke für sich. Er ist ein Angsthase, doch würde er uns bis aufs Blut verteidigen, wenn es sein müsste. Sein größter Feind jedoch sind glatte Böden. Anfangs war es ganz schlimm. Wie auf rohen Eiern stakste er auf dem Laminat herum, um dann einen Meter vor dem Ziel durchzustarten und sich auf die Nase zu legen. Oder er überlegte es sich anders und legte doch wieder den Rückwärtsgang ein, obwohl er es fast geschafft hatte. Denn Gofy kann nicht normal laufen, er sprintet immer direkt los - in der Wohnung, auf 40qm mit drei Personen und etlichen Tieren. Und so kann es schon mal sein, dass er nicht schnell genug bremsen oder um die Ecke biegen kann und knallt volle Kanne gegen den Schrank. Auch beim pinkeln mal nicht das Bein zu heben und sich nur hinzuhocken, weil er zu faul ist, oder sich mit gehobenem Bein an eine Mauer zu lehnen um nicht umzufallen - das ist unser Goofy.

Pünktchen ...

P%C3%BCnktchen... ist ein reinrassiger Chihuahua, der zwar keine Zähne mehr im Maul, es aber faustdick hinter den Ohren hat. Sarah hat Pünktchen von einer alten Dame „geerbt“, zu der sie und meine Frau viel Kontakt hatten. Pünktchen ist … süß … und schnarcht. Die ganze Meute ist ruhig wenn es draußen knallt, einer klingelt, rein kommt, ein Geräusch da ist - Pünktchen schlägt sofort an und klingt dann wie eine ausgewachsene, aber zu klein geratene Dogge. Genau so schnarcht sie übrigens auch. Sie ist der perfekte Hund für alte Leute, wurde auch immer viel mit in Alten- und Pflegeheime genommen. Selbst demente Leute, die sich schon an gar nichts mehr erinnern konnten, wussten, wann sie kommt und wer sie war. Ansonsten ist Pünktchen einfach Pünktchen. Sie kann sehr gut hören, wenn sie will, sie kann es aber auch ebenso gut lassen. Und verdammt stur ist sie auch und zeigt einem auch ganz klar, was sie von manchen Sachen hält. Auch Pünktchen hat, wie der Rest der Familie so ihre gebrechen, ist aber unheimlich zäh. Pünktchen mag man, oder man mag sie nicht. Ein dazwischen gibt es nicht.

Pünktchen ist mittlerweile, wie Gibsy auch, im zweiten Frühling angekommen und fit wie ein Turnschuh. Ganz schlimm wird sie, wenn sie läufig ist. Dann knallt sie nur noch durch die Gegend (und ihren Bimbo, ein Kuscheltier) und tut, als wäre sie ein Jahr alt. An Schlaf ist dann für sie gar nicht zu denken, dann ist nur reudig sein angesagt. Und Goofy und Erwin (zu dem komme ich gleich noch) müssen darunter leiden. Und wir. Denn in dieser Zeit kann sie einem dem letzten Nerv rauben. Dann quieckt und quackt sie und denkt nur ans poppen. Und wenn wir sie dann mal vom Bett setzen (damit die anderen Hunde sich mal erholen können), dann junkt sie stundenlang, bis sie wieder hoch darf. Wie gesagt: Sie hat dann nichts anderes im Sinn.

Pünktchen ist klein, aber oho. Und das lässt sie auch raushängen. Selbst Gibsy wird dann schon mal angeknurrt, wenn sie sich endlich im Bett hingekramt und eingerollt hat oder am fressen ist. Gibsy lässt sich davon natürlich nicht sonderlich beeindrucken und teilt auch schon mal aus, wenn es ihr zu doll wird. Manchmal aber lässt sie Pünktchen gewähren, wenn sie in der Mitte des großen Hundekissens liegt. Dann quetscht Gibsy sich auch schon mal in das Körbchjen von Pünktchen. Aber Goofy hat einen riesigen Respekt vor ihr. Der stand jedes mal auf, wenn Pünktchen das Bett betrat und vorbei wollte. Das jedoch macht er immer weniger und Pünktchen klettert einfach über ihn hinweg. Aber sie kuschelt auch einfach zu gern mit ihm und mittlerweile kann er das auch zulassen. Anfangs war ihm das immer nicht ganz suspekt, wenn dieses Biest sich zu ihm legte. Aber wahrscheinlich ist er mittlerweile einfach zu faul zum aufstehen. Pünktchen ist voll auf Claudia fixiert. Wenn sie weg ist, dann reagiert Pünktchen auf jedes Geräusch und ... schreit los. Ja, sie jault nicht, dann schreit sie. Und wenn sie sicher ist, dass sie Claudia gehört hat, schreit sie noch lauter und man hört es auch durchs geschlossene Fenster. Die Nachbarn müssen jedes mal denken, dass wir unsere Hunde misshandeln.

Erwin & Barwin ...

M%C3%B6pse... , das sind unsere Pflegehunde, genauer gesagt Möpse, die wir noch zwei mal die Woche haben. Die Möpse können - pupsen, fressen und schmatzen. Und einfach Möpse sein. Erwin ist ein schon gesetzter, älterer Herr, der mich abgöttisch liebt (schon allein, weil er mal schneller dahin trottete als ich, als ich noch kleine Wege schaffte). Wir sind Rentner im Geiste, und als ich in der Klinik war, weiß ich nicht, wer trauriger war: Mein Hund oder Erwin. Erwin hat bereits seine Alterssturheit erreicht, kann aber auch gut hören, wenn er will. Wenn es nach Hause geht und er bei mir im Bett ist - keine Chance. Dann muss man ihn am Halsband fassen und vom Bett ziehen. So weigert er sich auch schon mal mit Frauchen mitzukommen, wenn sie die Beiden mal abholt.

Barwin ist nicht mehr so fit und hat Probleme mit der Hüfte, auch kämpft er mit "überschüssigen Muskeln", die er unter der Haut trägt. Barwin ist voll auf Stefans Freundin. Er liebt es bei den beiden und den drei Katzen oben zu sein und muss auch immer mindestens einmal die Treppe hoch um zu sehen, ob nicht einer aufmacht. Wenn die beiden bei uns sind müssen sie sich erst einmal ausgiebig von Gibsy die Falten, Augen und das Maul putzen lassen. Den Rest der Zeit hält Barwin mit Pünktchen immer Schnarchwettbewerbe ab.

Unsere Nymphies

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Ich war mal wieder im Krankenhaus, als meine Frau mir 2008 am Telefon erzälte, dass ich Papa geworden bin. Erst war ich skeptisch. Noch mehr Tiere, noch weniger Platz, noch mehr Geld ... Aber schnell war ich sehr dankbar über diese Entscheidung. Als das Morphin so hoch dosiert war, hatte ich oftmals keine Lust auf nichts und durch die Schmerzen konnte ich nicht einmal einem Film folgen. Und so guckten wir häufig einfach den Vögeln zu. Das kann sehr zeitvertreibend sein, weil diese kleinen Tiere so super intelligent sind. Und wie die meisten Tiere haben sie komischerweise kaum Angst vor mir. Selbst wenn ich wackelnd vorm Käfig stand und dachte, dass nun Flucht angesagt war, kamen sie ganz neugierig an.

Susi%26strolchStrolch ist unser Ältester. Wir hatten im Sommer 2008 im Garten schon einmal vier Nymphies, doch da kam, als wir nicht da waren, so ein Witzbold auf die Idee, den Käfig aufzumachen und weg waren sie - bis auf Strolch. Der saß in der Nähe vom Käfig im Gestrüpp und Stefan konnte ihn noch einfangen. Die erste Zeit ging es auch gut ihn allein zu halten, als wir ihn dann gleich nach Hause holten, aber irgendwann konnten wir uns so viel wir wollten mit ihm beschäftigen - er schrie und schrie. Da war klar, dass er wieder Gesellschaft braucht. So kamen wir zu Gisela und Kaaarl. Als meine Frau dann eines Tages Susi in einem Zoogeschäft entdeckte war sofort klar: Die müssen wir haben. Meine Frau schwärmte so lange von dem hübschen Vogel, bis auch ich schon sagte „wie süß“, obwohl ich ihn noch gar nicht gesehen hatte. Aber sie hatte nicht zu viel versprochen und Susi ist wirklich eine ganz Hübsche.

Der Nistkasten, der sich im Käfig befand, diente eigentlich immer der Beschäftigung. Man konnte viele Spielchen damit machen er und sorgte für viel Spaß. Im Frühjahr 2010 jedoch interessierten sich Susi und besonders Strolch zunehmend dafür und irgendwann war die Botschaft klar: Strolch wollte Nachwuchs, und auch Susi schien nicht abgeneigt. Wir haben dann mit dem Veterinäramt Kontakt bezüglich einer Zuchtgenehmigung aufgenommen, da man Papageien wegen der Psittakose, einer auf Menschen übertragbaren Krankheit, nicht einfach so züchten darf. Wir bekamen die Auflagen und viel Stoff zum lernen, und während der Lernphase kam dann auch schon das erste Ei. Die Zuchtgenehmigung bekamen wir, mit den Jungen wurde es leider nichts. Aber dann, ein Jahr später, wieder vier Eier und ein Junges schaffte es tatsächlich.

PitieSusi stellte sich nicht gerade als die Super-Mami heraus, reagierte eher eifersüchtig auf das Junge. Strolch aber war zu jeder Zeit ein liebevoller Nymphenpapa. Und da er es allein nicht geschafft hätte, haben wir ihm dann geholfen, das Junge durchzubekommen und es auch geschafft. Mittlerweile ist Pitie ein richtiger Vogel geworden, hat Federn und kann Fliegen. Im Gegensatz zu seiner Mutter, die recht ... stabil gebaut ist, ist Pitie recht klein geblieben und wächst auch irgendwie nicht weiter, aber Strolch ist ja auch ein Hänfling. Pitie ist super zutraulich, nicht zuletzt, weil wir von klein auf zufüttern mussten. Selbst zu mir kommt er, obwohl ich mit meinen ruckartigen Bewegungen nicht selten Panik auslöse. Aber so kommt er halt manchmal nicht bei mir auf die Hand, sondern setzt sich auf die Brille und knabbert an den Ohrringen, die er höchst interessant findet, wie alles Glizernde. Wahrscheinlich wollte er mal eine kleine Elster werden. Hier könnt ihr sehen, wie Pitie groß geworden ist.

Karl%26giselaGisela, unsere Schnatter-Queen, bringt Variationen hervor, da träumt man nur von; und das Stunden lang. Er steht unheimlich auf Claudia und ... ja, er. Gisela ist ein Hahn, doch Gisela (Schlüter) ist einfach zu passend. Und lange war auch nicht klar, ob er nun Hahn oder Henne ist. Er verhielt sich eher wie eine Henne und flötete wie ein Hahn. Und Kaaarl und Gisela verhielten sich auch eher wie ein Pärchen, versuchten sich sogar zu besteigen, bzw. zu treten, wie es bei Papageien heißt. Aber Kaaarl und Gisela machen einfach alles an, was Flügel hat. So haben wir nach unserem Umzug die Schwulen-WG gegründet, in die mittlerweile auch Pitie gezogen ist und mittlerweile versucht, Gisela noch zu toppen. Er ist noch viel am üben und ausprobieren, was manchmal ein bisschen wie ein kaputter Trecker mit Halsschmerzen klingt, aber was die Ausdauer angeht, liegt Gisela nicht mehr wirklich vorne. Tja, und Kaaarl ist unser Knotenkünstler und Acapulcospringer. Es gibt keinen Knoten, den er nicht aufbekommt. Und während sich andere mit den gebastelten Spielzeugen selbst beschäftigen und sich überlegen, was man da für Bödsinn mit anstellen kann, sind für ihn nur die Knoten interessant. Wenn man will, dass etwas an Ort und Stelle bleibt, muss man eine Kette oder Draht nehmen. Ansonsten knallt es irgendwann und liegt eine Etage tiefer.